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Support-Ende für Adobe Acrobat 2017: Was Sie jetzt beachten sollten

Grischa Petritsch
11.07.22 15:00

Mit 6. Juni 2022 hat Adobe den Support für Adobe Acrobat 2017 Classic und Acrobat Reader 2017 Classic eingestellt. Der Hersteller hat mit diesem Stichtag die technische Unterstützung dieser Produktversionen beendet und ebenso damit verbundene Updates. Was das für Unternehmen bedeutet und warum ein Umstieg auf Adobe Acrobat 2020 dringend empfohlen wird, möchte ich in diesem Beitrag näher beleuchten.

Inhalt

Steigende Fehleranfälligkeit und hohes Sicherheitsrisiko
Adobe Acrobat 2020
Acrobat 2020 vs. Acrobat DC
Mit ACP durch den Lizenz-Dschungel
Fazit

 

Steigende Fehleranfälligkeit und hohes Sicherheitsrisiko

Gemäß geltender Enterprise Lifecycle Policy bietet Adobe für seine Produkte fünf Jahre lang Support an. Nach Auslaufen dieser Frist kümmert sich der Hersteller nicht mehr um die Behebung etwaiger Fehler und unterstützt Endkunden auch nicht mehr bei auftretenden Problemen. Angesichts massiv steigender Fälle von Cyberkriminalität ist das insbesondere für Unternehmen ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor. Denn wie bei jedem anderen Programm sind hier Sicherheitslücken ein potenzielles Einfallstor für Schadsoftware, Erpressungstrojaner und Co. Im schlimmsten Fall drohen massive Produktionsausfälle, hohe Schadenersatzforderungen und ein Vertrauensverlust beim Kunden.

Hohes Sicherheitsrisiko beim Verbleib auf Adobe Acrobat 2017



Umstieg auf Adobe Acrobat 2020 empfohlen

Für alle, die weiterhin ohne Einschränkungen und Sicherheitsrisiken das gesamte Leistungsspektrum von Adobe Acrobat nutzen möchten, liegt ein Umstieg auf Adobe Acrobat 2020 auf der Hand.

Neben den bereits vom Vorgänger bekannten Funktionen, überzeugt die neue Version mit einer Vielzahl nützlicher Features:

  • Neue Startseite-Ansicht: Diese neue Ansicht ist ein zentraler Platz zum Organisieren, Verwalten und Suchen nach allen gespeicherten PDF-Dateien und sorgt damit für mehr Überblick und Produktivität.

  • Anzeige MIP-geschützter PDF-Dateien: Ab sofort können auch jene Dateien geöffnet werden, die mit MIP-Lösungen (Microsoft Information Protection) geschützt sind, einschließlich Azure Information Protection (AIP) und Information Protection mit Office 365.

  • Farbanpassungsfunktion im Werkzeug „Ausfüllen und unterschreiben“: In Acrobat 2020 kann nun die gewünschte Farbe ausgewählt werden, mit der ein PDF-Formular ausgefüllt wird und dieses dann auch so unterschrieben werden.

  • OCR für gescannte Dokumente mit Live Text ausführen: Für gescannte PDF-Dateien, die Bilder mit Live-Text enthalten, kann jetzt über das Tool “Scans verbessern”, OCR ausgeführt werden.

  • Verbesserungen und Aktualisierungen der Barrierefreiheitsfunktion und verbesserte Workflows: Verbesserte Barrierefreiheitsfunktionen erleichtern es Menschen mit Behinderungen, PDF-Dokumente und -Formulare mit und ohne Hilfe von unterstützender Software, Technologie und Geräten zu verwenden.

  • Verbesserte Nutzererfahrung mit DirectInk: Mit einem neuen Stiftwerkzeug und DirectInk-Technologie kann nun noch einfacher und präziser direkt auf das Dokument geschrieben und gezeichnet werden.

  • PDF-Dateien mit DirectInk signieren: Die neue DirectInk-Unterstützung im Unterschriftenfeld der Certificates-App bietet ein natürlicheres Erlebnis und verschafft Anwender*innen mehr Kontrolle darüber, wie ihre Signatur beim Unterschreiben auf Windows 10-Geräten aussieht.

Umstieg auf Adobe Acrobat 2020

 

Acrobat 2020 vs. Acrobat DC

Acrobat 2020 ist die neueste Desktop-Version von Acrobat mit Dauerlizenz und der Nachfolger von Acrobat 2017. Es vereinfacht alltägliche PDF-Aufgaben und bietet eine Vielzahl nützlicher Tools für den Umgang mit PDF-Dateien über Desktop-Geräte. Mit dem Erwerb der jeweiligen Kauflizenz haben Endkunden, entsprechend der Enterprise Lifecycle Policy, fünf Jahre lang vollen Zugang zu Produkt- und Sicherheitsupdates.

Acrobat DC (Document Cloud) bezeichnet hingegen die Abonnement-Version von Acrobat aus der Cloud und bietet eine konsistente Benutzererfahrung auf Desktop-PCs, im Browser und auf Mobilgeräten. Diese Version zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass User*innen für die gesamte Laufzeit der Subscription stets automatisch die aktuellste Version der Acrobat-Software erhalten.

Insbesondere für Unternehmen zeigen sich hier die Vorteile der Mietvariante. Sie müssen sich nicht länger selbst um regelmäßige Versions- und Sicherheitsupdates kümmern und nutzen gleichzeitig immer die jeweils neuesten Produktinnovationen und Werkzeuge für Desktop- und Mobilanwendungen.

Darüber hinaus zeichnet sich Adobe DC durch folgende Features aus, die Arbeitsprozesse mitunter deutlich vereinfachen:

  • Ausfüllen und Unterschreiben von Formularen unterwegs über den Browser oder ein iOS-Gerät.
  • Erstellen, Kombinieren und Exportieren von PDF-Dateien am Browser oder Mobilgerät.
  • Senden von Dokumenten zum Unterschreiben vom Desktop, Browser oder Mobilgerät.
  • Dokumente elektronisch senden, verfolgen und deren Zustellung bestätigen.
  • Kombinieren mehrerer Dateien in PDF und Organisieren von Seiten aus dem Browser.
  • Synchronisierung der Einstellungen auf verschiedenen Computern.
  • Hinzufügen oder Bearbeiten von Text auf einem Tablet oder Mobilgerät.
  • Seiten auf einem iOS- oder Android-Gerät neu anordnen, löschen oder drehen.
  • Mit 100 GB Speicherplatz Dateien sicher online speichern und auf diese zugreifen.

Mit ACP durch den Lizenz-Dschungel

 

Mit ACP durch den Lizenz-Dschungel

Im Großen und Ganzen sind die verschiedenen Lizenzpakete für Adobe Acrobat und Acrobat DC transparent und übersichtlich gestaltet. Dennoch lohnt der Lizenzierungsweg über ACP. Denn als Adobe Platinum Partner können wir Unternehmen Einstiegspromotions und Sonderkonditionen anbieten, zu denen sie bei einer Lizenzierung direkt übers Internet oder über einen kleineren IT-Partner keinen Zugang hätten.

Darüber hinaus unterstützen unsere Expert*innen mit langjährigem Know-how bei der Wahl des jeweils passenden Modells. Denn je vielfältiger die betrieblichen Anforderungen und verwendeten Endgeräte ausfallen, umso höher ist in der Regel auch das durch maßgeschneiderte Beratung realisierbare Einsparungspotenzial bei der Lizenzierung.

 

Fazit

Seit dem Auslaufen von Support und Sicherheitsupdates für Adobe Acrobat 2017 ist eine Weiterverwendung dieser Version für sicherheitsbewusste Unternehmen keine zufriedenstellende Option. Ein Umstieg auf Adobe Acrobat 2020 oder Acrobat DC wird daher unumgänglich. Welche der beiden Varianten gewählt werden sollte, hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, nicht zuletzt davon, ob auch eine Nutzung auf Mobilgeräten angedacht ist. Im Vorfeld der Entscheidung für ein Lizenzmodell empfiehlt sich jedenfalls eine gründliche Evaluierung der eigenen Anforderungen sowie ein umfassender Überblick über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten.

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