Nachhaltig produzieren: So sparen Sie Energie und wertvolle Ressourcen

5 Min. Lesezeit
2. September 2021

Klar – Unternehmen müssen Gewinne erzielen. Denn nur wenn die Zahlen stimmen, hat der Betrieb eine Zukunft. Das ist aber längst nicht alles. Unternehmen jeder Größe und Branche müssen Verantwortung übernehmen: für ihre Produkte, die Mitarbeiter und natürlich auch die Umwelt. Nur so entsteht nachhaltiger Erfolg – im wahrsten Sinne des Wortes. Unternehmen, die sich hier nur halbherzig engagieren, werden das Nachsehen haben und vom Wettbewerb überflügelt werden. Aber wie kann eine nachhaltige Produktion im digitalen Zeitalter aussehen? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle und wie können wir wertvolle Ressourcen einsparen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt Ihnen dieser Beitrag.

Inhalt


Nachhaltigkeit ist mehr als eine Marketingphrase

Wir sind überzeugt: Nachhaltigkeit muss Teil der Unternehmenskultur sein. Und diese Unternehmenskultur will täglich neu mit Leben gefüllt werden. Warum? Ganz einfach: Selbst die leistungsfähigste Wirtschaft ist ohne eine gesunde Umwelt nichts wert. Gesundes Wachstum ist also nicht allein eine Frage der Bilanz. Es ist eine Frage des eigenen Überlebens. Klingt pathetisch, ist es aber nicht. Klimawandel, Überschwemmungen und Waldbrände sind schon heute Realität. Sie sind keine abstrakten Probleme, die irgendwann in ferner Zukunft gelöst werden können. Deshalb müssen wir bereits heute gegensteuern. Dazu gehört auch, dass wir uns alle immer wieder selbst hinterfragen. Gerne auch aus ganz egoistischen Motiven. Schließlich kaufen viele Kunden nur bei Unternehmen, die ihrer Verantwortung gerecht werden. Und auch die steigenden Rohstoffpreise sind ein gutes Argument für mehr Nachhaltigkeit.

Knappe Rohstoffe und anspruchsvolle Verbraucher bestimmen den Markt

Nicht nur Jeff Bezos und Richard Branson haben schwindelerregende Höhen erreicht. Auch die Rohstoffpreise sind völlig abgehoben und bis zu 30 Prozent teurer als im Vorjahr. Vor allem der Mangel an Holz, Stahl und Gas sorgt für leere Lagerhallen und ein Ende der Rohstoffverknappung ist nicht in Sicht. Für produzierende Unternehmen sind das keine guten Nachrichten. Die Nachfrage steigt, kann aber nicht bedient werden und nicht immer ist es möglich oder sinnvoll, die Preissteigerung an die Kunden weiterzugeben. So machen viele Unternehmen Verluste oder kämpfen um ihre Existenz. Nachhaltiges Wirtschaften ist damit auch hier keine schicke Marketingphrase, sondern die einzige Möglichkeit, um weiterhin am Markt zu bestehen. Und wo wir gerade über knappe Ressourcen sprechen – gerade junge Menschen und gefragte Fachkräfte suchen nach Arbeitgebern, die nachhaltig Denken und Handeln!

Umweltschutz und soziales Miteinander: zwei Seiten derselben Medaille

Schließlich sind auch qualifizierte Mitarbeiter eine wertvolle, manchmal recht seltene Ressource, die geschützt, gepflegt und bewahrt werden will. Nachhaltigkeit beinhaltet in diesem Zusammenhang ein faires soziales Miteinander, eine transparente Unternehmenspolitik und Kommunikation auf Augenhöhe. Auf diese Weise kann sich Ihr Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber positionieren und potenzielle Mitarbeiter begeistern. Auch erfahrene Fachkräfte, die bereits lange für den Betrieb arbeiten und sich ein einzigartiges Wissen aufgebaut haben, werden mit einer nachhaltigen Firmenpolitik an den Betrieb gebunden. Die Folge: eine geringe Mitarbeiterfluktuation und ein optimaler Wissenstransfer über alle Abteilungen hinweg.

Vorteile einer nachhaltigen Produktion im Überblick

Fassen wir die Vorteile einer nachhaltigen Produktion für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Umwelt kurz zusammen. Denn diese sind äußerst vielfältig und für Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen gleichermaßen interessant:

Effektiver Umweltschutz: Wer verantwortungsvoll mit Energie und Ressourcen umgeht, schützt die Umwelt und trägt dazu bei, dass unser Planet für künftige Generationen bewohnbar bleibt.

Deutliche Kostenersparnis: Rohstoffe kosten Geld. Eine effiziente Produktion stoppt die Ressourcenverschwendung, hilft, Produktionsfehler zu vermeiden und schont so die Finanzen des Unternehmens.

Mehr Wirtschaftlichkeit: Unternehmen, die überlegen, wie sie ihre Produktion und andere Prozesse nachhaltiger gestalten können, steigern ganz nebenbei auch die Effizienz dieser Abläufe. Mittelfristig wird so weniger Zeit, Geld und Personal für die Erledigung einer bestimmten Aufgabe aufgewendet.

Bessere Reputation: Tue Gutes und rede darüber – wer einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leistet, darf dies auch kommunizieren. Das freut die Kunden, aber auch potenzielle Mitarbeiter, die bei der Auswahl ihres Arbeitgebers auf eine umweltverträgliche Firmenpolitik achten. Auch das Vertrauen der Öffentlichkeit, also der politischen Entscheidungsträger, Medien und Investoren in Ihr Unternehmen steigt.

Gute Compliance: Unternehmen sind zahlreichen regulatorischen Anforderungen unterworfen. Ob diese eingehalten werden, überprüfen unter anderem regelmäßige Audits. Mehr Nachhaltigkeit und Effizienz mindern unternehmerische Risiken und tragen zur Etablierung einer modernen Fehlerkultur bei.

Gute Gründe, die für eine nachhaltige Unternehmenspolitik und eine effiziente Produktion sprechen. Zeit, sich mit der Umsetzung in die Praxis zu beschäftigen.

Nachhaltige Produktion in der Praxis: Ziele und Wege

Umweltschutz und ökologisch verträgliches Handeln sind Begriffe, die vielen Unternehmern zu schwammig sind. Betriebe brauchen ganz konkrete Ziele und einen Fahrplan, um diese zu erreichen. Hier einige Beispiele für Maßnahmen, mit denen Sie eine nachhaltige Produktion in Angriff nehmen können:

  • Umstieg auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windkraft oder Erdwärme.
  • Leasing von Hybrid- oder E-Autos für die Firmenflotte.
  • Einbau moderner Filter und Vermeidung von CO2-Emissionen.
  • Nutzung von nachhaltig produzierten Rohstoffen.
  • Organisation von Stoffkreisläufen und Recycling.

Das ist längst nicht alles. Denn der wohl größte Treiber für eine effiziente und damit nachhaltige Produktion ist die konsequente Nutzung digitaler Technologien.

Mehr Nachhaltigkeit durch ein modernes Datenmanagement

Daten und Informationen sind das Rückgrat, das die Produktion aufrecht hält. Sie sorgen dafür, dass alle Maschinen und Anlagen einwandfrei funktionieren, geben Hinweise auf Optimierungspotenziale und bilden die Basis für wichtige unternehmerische Entscheidungen. Das Problem: Viele Unternehmen vernachlässigen ihr Datenmanagement oder wissen einfach nicht genau, wie sie die riesige Menge an Daten richtig verarbeiten sollen. Die Folgen sind von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich, aber immer fatal.

  • Rohstoffe und Materialien werden verschwendet, in zu großen Mengen bestellt oder verschwinden ungenutzt in den Lagerhallen.
  • Maschinen und Anlagen werden nicht pünktlich gewartet und müssen später aufwendig repariert werden. Es kommt zu langen Ausfallzeiten und einem Stillstand in der Produktion.
  • Lieferzeiten verzögern sich. Kunden und Partner werden zunehmend unzufrieden und das Image des Unternehmens leidet.

Auch die Zusammenarbeit im Team wird durch ein mangelhaftes Datenmanagement gestört. Informationen und Wissen werden nicht optimal ausgetauscht, Mitarbeiter verlieren im Verlauf wichtiger Projekte oder Produktionszyklen den Überblick und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Hierarchieebenen, Abteilungen und Teams läuft nicht so reibungslos wie gewünscht.


Von der Theorie in die Praxis: In unseren Use Cases zeigen wir Ihnen, wie wir mit digitalen Technologien für mehr Nachhaltigkeit und eine effizientere Produktion sorgen. Zu den Use Cases


Mit digitaler Technik zu mehr Nachhaltigkeit und Agilität

Digitalisierung bedeutet eben nicht, dass jeder im Unternehmen einen eigenen Computer besitzt. Digitalisierung ist mehr. Sie treibt die Vernetzung zwischen Mensch und Maschine voran, verhindert überflüssige Bürokratie und senkt die Fehleranfälligkeit aller Abläufe im Unternehmen. Ihre Produktion gewinnt an Agilität, kann mehr in kürzerer Zeit herstellen und ist weitaus weniger reparaturanfällig. Durch digitale Workflows steigt auch die Produktivität der einzelnen Mitarbeiter. Es wird weniger Papier verschwendet und auch sonst sorgt die optimale Nutzung von Daten und Informationen für weniger Druck.

Nutzen Sie Daten für den nachhaltigen Erfolg Ihres Unternehmens

Wir von ACP begleiten seit vielen Jahren Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen bei der Digitalisierung. Dabei haben wir immer auch eine möglichst effiziente und damit nachhaltige Produktion und Unternehmenskultur im Blick. Nutzen Sie unsere Expertise, profitieren Sie von einem intelligenten Management Ihrer Daten und lassen Sie uns gemeinsam an dem nachhaltigen Erfolg Ihres Unternehmens arbeiten!

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